Heidelberg/Metropolregion Rheinneckar - Basketball Pro A - „Wenn es läuft, dann läuft’s!“... sagt zumindest der Volksmund. Doch heißt das auch, „wenn es nicht läuft, läuft’s nicht“ ? Wer weiß. Rund läuft es beim USC Heidelberg derzeit aber bestimmt nicht. Einer verkraftbaren 94:102-Niederlage beim MBC folgte ein schlimmes Spiel gegen Leitershofen (82:88). Danach wurden die Kurpfälzer in Essen verspeist (76:81) und hatten auch gegen die BasCats aus Cuxhaven nach einer wenig inspirierenden Leistung nicht den Hauch einer Chance (81:94). Als wäre das alles nicht genug wurde diese Woche auch noch der Vertrag mit dem startenden Aufbauspieler Charles Burgess aufgelöst. Dieser hatte sich mehrfach in einer Art geäußert, die vom Management nicht mehr geduldet werden konnte. Punktgleich mit der BG Karlsruhe, die den 13. Platz belegt, ist der USC inzwischen auf Rang elf der Tabelle abgerutscht.
Viele Stimmen kritisieren das fehlende Zusammenspiel des Sauer-Ensembles, die schlechte Wurfquote aus der Distanz, aber vor allem sei eine falsche Einstellung der Grund für die vielen Rückschläge. Trainer Uwe Sauer selbst meint, dass inzwischen genug geredet worden sei. Ab jetzt müsse gespielt werden – oder, um nochmals den Volksmund zu bemühen:
„Die Wahrheit liegt auf dem Platz“.
„Mir sind die direkten Vergleiche völlig egal geworden. Wir müssen zusehen, dass wir Spiele gewinnen!“, ist sich auch Assistenztrainer Ronald Merriwether mehr als bewusst. Bis auf Nürnberg und Heidelberg haben alle Konkurrenten um den achten Platz am letzten Wochenende einen Sieg eingefahren. Schaut man überdies noch auf den Spielplan der nächsten Wochen darf man beim Anblick der nächsten Gegner erst mal tief durchatmen : Paderborn auswärts, Düsseldorf zu Hause, Kirchheim auswärts und Karlsruhe zu Hause. Viel anspruchsvoller könnte es kaum sein; trotzdem muss Zählbares aufs Konto: Am besten bereits am nächsten Samstag. Sonst könnte das Saisonziel Playoffs bereits frühzeitig in sehr, sehr weite Ferne rücken.
Am Neckar hatte man sich 2011/2012 auf eine tolle Saison gefreut, die endlich einmal von überzeugendem sportlichem Erfolg geprägt sein sollte. 2009/2010 war ein schwieriges Jahr, 2010/2011 eine durchwachsene Runde mit viel Unruhe, Trainerwechsel, internen Querelen. Mit Ach und Krach wurde damals am letzten Spieltag noch der achte Platz erreicht – dieses Jahr sollte das auch gelingen, aber es sieht momentan nicht so richtig gut aus.
Paderborn verlor zuletzt in Chemnitz mit 65:71, nun belegt das Aufgebot von Thomas Glasauer den fünften Platz der Tabelle. Heimniederlagen gab es in dieser Runde bisher erst zwei, gegen den MBC und Essen. Das ist allerdings schon drei Monate her...
Mit Jamar Diggs, Jefferson Mason, Justin Stommes und Nick Freer haben die Nordrhein-Westfalen ein hochwertiges US-Quartett in ihren Reihen. Die deutschen Spieler erzielen aber auch ganze 36,4 der insgesamt durchschnittlich 87,9 Punkte pro Spiel. Heidelberg ist vor Paderborn die beste Offensivmannschaft der Pro A, die Defensive wird also im Duell der Offense-Gigangten der Schlüssel zum Erfolg sein.
Die Favoritenrolle ist an diesem Wochenende sicherlich auf Seiten der Paderborner. Und trotzdem wäre eine weitere Niederlage für den USC mit Blickrichtung Playoffs fast nicht mehr zu kompensieren. Eine echte sportliche Herausforderung wartet auf die Mannen von Uwe Sauer. Es ist so wie es ist – an Motivation wird es jedenfalls nicht fehlen.
NO GUTS – NO GLORY !
webmoebel Baskets Paderborn – USC Heidelberg: Samstag, 18. Februar, 19:30 Uhr
Sportzentrum Maspernplatz, Schützenweg 1b, 33102 Paderborn
Robin Herbert






















