Frankenthal/MetropolregionRheinneckar - Firmenansiedlung auf Kosten der Beschäftigten befürchtet
Zur Entscheidung des Metro-Konzerns, in Frankenthal ein Logistikzentrum zu bauen, äußerte sich der Vorsitzende des DGB-Stadtverbands Frankenthal, Rüdiger Stein, heute kritisch.
Stein: „Zwar sei die Ansiedlung eine große Chance für Arbeitsplatzsuchende in Frankenthal – und hier insbesondere für gering Qualifizierte. Aber auch diese Medaille hat eine Kehrseite: Die Metro-Ansiedlung geschieht nämlich auf Kosten der Beschäftigten in Sinsheim, wo der Konzern seinen Logistikstandort aufgibt. Für die Metropolregion Rhein-Neckar entstehen somit keine neuen Arbeitsplätze – im Gegenteil aus 190 Arbeitsplätzen in Sinsheim werden nun nur noch 130 in Frankenthal.“
Für die Beschäftigten im Metro-Logistikzentrum Sinsheim stünden nun harte Zeiten bevor, so Stein weiter: Es sei noch längst nicht sicher ob und zu welchen Bedingungen die Beschäftigten aus Sinsheim auf eine Wiederanstellung bei Metro in Frankenthal hoffen dürften.
Stein verwies in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt. Es habe sich erneut gezeigt, dass Arbeitsplätze in der Logistikbranche vor allem Teilzeit- oder Leiharbeitsplätze und häufig schlecht bezahlt seien. Der DGB-Stadtverband Frankenthal forderte die Metro AG auf, dieser Entwicklung entgegen zu wirken und in Frankenthal ein positives Beispiel zu setzen.





















