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      Mannheim – Ergebnisse der Passantenbefragung 2016: Mannheim erhält Topwerte bei der Attraktivität des Einzelhandels

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      Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar.

        Welche Schulnote würden Sie dem Einzelhandelsangebot der von Ihnen besuchten Innenstadt in Bezug auf dessen Attraktivität geben? So lautete eine der zentralen Frage der vom Institut für Handelsforschung (IFH) Köln bundesweit angelegten Studie „Vitale Innenstädte 2016“. Durchgeführt wurde sie an zwei Tagen, einem Donnerstag und einem Samstag, im September 2016. Die Stadt Mannheim beteiligte sich, wie schon vor zwei Jahren, an der Befragung. Auszubildende der Stadtverwaltung interviewten 1.201 Passanten – 150 Personen mehr als 2014 – zu ihren Eindrücken und Erwartungen an den Einkaufsstandort Mannheim. Das Ergebnis: Die Attraktivität des Einzelhandels wird mit der Schulnote 1,9 bewertet. Damit ist Mannheim Top-Performer in der Ortsgrößenklasse 200.000 bis 500.000 Einwohner. Hier lag die Durchschnittnote bei 2,2. Der Gesamtdurchschnitt aller 121 teilnehmenden Städte ergab die Note 2,6. Mit den Einkaufsmöglichkeiten in Mannheim sind 80,8 Prozent der Befragten „sehr zufrieden“ und „eher zufrieden“. Außerdem ist die Mehrheit mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und vergibt für die Erreichbarkeit der Innenstadt die Note 1,7.

        Mannheim ist als „multifunktionale Stadt“ gut aufgestellt

        Im Vergleich zum Ortsgrößendurchschnitt sind in Mannheim die Besucher häufiger in der Innenstadt unterwegs, sie halten sich dort länger auf und shoppen in mehr Geschäften. So gehen 44,1 Prozent der Befragten in drei bis fünf Läden während ihres Einkaufbummels, im Ortsgrößendurchschnitt sind es 38,6 Prozent. Täglich kommen 21,8 Prozent (Ortsgrößendurchschnitt 19,7 Prozent) der Passanten in die Mannheimer Innenstadt; der Großteil der Kunden, nämlich 45,7 Prozent (Ortsgrößendurchschnitt 42,4 Prozent), bleibt mehr als zwei Stunden.
        Neben einem vielfältigen Branchenmix sind auch Museen, Theater, Kinos sowie Cafés oder Restaurants ein wichtiger Faktor für eine attraktive Innenstadt. Das Freizeitangebot in Mannheim wird mit der Note 2,0, die Gastronomie- und Dienstleistungsangebote jeweils mit einer 2,1 bewertet. „Der Vergleich mit der letzten Befragung zeigt, dass wir die guten Ergebnisse aus dem Jahr 2014 auf hohem Niveau halten und uns in den Kategorien Gastronomie- und Freizeitangebot jeweils sogar noch verbessern konnten“, zeigt sich Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch mit den Studienergebnissen zufrieden. „Trotzdem müssen alle beteiligten Akteure – Verwaltung, Handel, Werbegemeinschaft und Stadtmarketing – weiter in engem Austausch an der Stärkung des Einzelhandelsstandortes Mannheim arbeiten“, fügt Grötsch hinzu. Für das bisherige gemeinschaftliche Engagement dankte er den Beteiligten.

        Dr. Axel Nitschke, Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, zieht ein ähnliches Fazit: „Das Einzelhandelsangebot in der Innenstadt Mannheims erweist sich im Urteil der Passanten als top. Die Attraktivität hat bei mehreren Aspekten aber Nachholbedarf. Der Plankenumbau kommt jetzt zur richtigen Zeit.“ Dem schließt sich auch Manfred Schnabel, Präsident des Handelsverbandes Nordbaden, an: „Die aktuelle Studie bestätigt unsere jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen für eine spürbare Aufwertung der Innenstadt. Noch immer ziehen Kunden das Shoppingerlebnis in Mannheim dem Onlineshopping vor. Die Neugestaltung der Planken ist daher einer der wichtigsten Beiträge, damit die Kunden dem stationären Handel auch in Zukunft treu bleiben.“
        Damit die Planken auch während der Bauphase ein Anziehungspunkt für Bürger und Besucher bleiben, wird das umfangreiche Veranstaltungsangebot weitergeführt werden. „Einer der zentralen Punkte für die Gewinnung und Bindung von Kunden ist die Aufenthaltsqualität in der City. Die versuchen wir über außergewöhnliche Events zu erreichen“, so Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Mannheim City e.V. Aktuell empfindet der Großteil der Befragten die Innenstadt als lebendig und vergibt in dieser Kategorie die Schulnote 2,1.

        Kunden bleiben stationärem Handel treu, wünschen sich aber auch Dienstleistungen online

        Trotz des stetig wachsenden Onlinehandels bleiben die meisten Passanten, nämlich 83 Prozent, dem stationären Handel treu. Lediglich 17 Prozent der Befragten gaben an, verstärkt online einzukaufen und damit die Innenstadt weniger häufig zu besuchen. Im Ortsgrößendurchschnitt nutzen 22,1 Prozent den stationären Handel seltener. Immer mehr Kunden erwarten dafür, dass es möglich ist, sich im Internet über die Mannheimer Geschäfte und deren Angebote informieren oder online reservierte Ware abholen zu können. Auch die Nutzung von kostenfreiem WLAN in der Innenstadt wünscht sich die Mehrheit. In einigen öffentlichen sowie städtischen Gebäuden hat die Stadtverwaltung bereits freies WLAN eingerichtet. Die Erweiterung auf öffentlichen Plätzen, wie dem Paradeplatz, dem Marktplatz, am Wasserturm oder auf dem Bahnhofsvorplatz, ist bereits in vollem Gange. Auch weite Teile des Schlosses sollen in den nächsten Monaten freies Internet bekommen.

        Verbesserungsbedarfe werden geäußert, Stadt ist bereits an richtigen Stellen aktiv

        Nicolaus Sondermann, Projektmanager beim IFH Köln, fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen: „Mannheim ist eine gut positionierte Einkaufsstadt, es gilt aber auch, auf passende Rahmenbedingungen, wie Ambiente und Flair, zu achten.“ Bei den Themen Sauberkeit, Sicherheit und Parken wünschen sich die Passanten ebenfalls noch Verbesserungen, hier lagen die Mannheimer Ergebnisse unterhalb des Ortsgrößendurchschnitts. Bei Letzterem ist allerdings zu beachten, dass die Befragung eine Woche vor der Eröffnung von Q6 Q7 durchgeführt wurde. Mit der Tiefgarage des neuen Stadtquartiers wurden über 1300 neue Parkplätze geschaffen. Innerhalb der Quadrate stehen nun 16 Parkhäuser zur Verfügung.
        Bereits im Jahr 2014 wurde die City-Streife des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) eingeführt. Aktuell hat Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in Abstimmung mit der örtlichen Polizei die „Sicherheitsinitiative 2017“ ins Leben gerufen. Daraufhin wurde beispielsweise der Sicherheitscontainer auf dem Paradeplatz installiert, die Überwachungszeiten des KOD sollen wieder ausgedehnt werden und Diskussionen über die Einführung einer Videoüberwachung in der Innenstadt wurden angestoßen.
        Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft prüft derzeit, mit welchen Maßnahmen die Sauberkeit in der Innenstadt – insbesondere an den Wochenenden und im Hinblick auf die Neugestaltung der Planken – weiter verbessert werden kann. Mit der abschnittsweisen Sanierung und Neugestaltung der Flaniermeile beginnt im März 2017 eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre. Neue Pflasterbeläge und Abfallbehälter sollen für mehr Sauberkeit, eine energieeffiziente Beleuchtung, neue Bänke sowie barrierefreie Haltestellen für eine funktionale und nachhaltige Aufwertung der Einkaufsstraße sorgen. Rund 29 Millionen Euro investiert die Stadtverwaltung in das Projekt, um die Attraktivität und Aufenthaltsqualität weiter zu stärken. Ein Marketing- und Kommunikationskonzept wird über die Bauabläufe und den Terminplan während des Umbaus informieren. Das Leben in den Planken soll durch die Baumaßnahmen möglichst wenig beeinträchtigt werden. So bleibt beispielsweise die Innenstadt mit der Straßenbahn, dem Auto, zu Fuß oder dem Fahrrad einfach erreichbar.

        Trotz allen bereits angestoßenen Maßnahmen stehen die Themen, bei denen sich die Passanten noch Verbesserungen wünschen, weiterhin auf der Agenda der Stadtverwaltung. „Verschiedene städtische Bereiche, wie die Wirtschaftsförderung, die Abfallwirtschaft, der kommunale Ordnungsdienst oder die Parkhausbetriebe, arbeiten Hand in Hand zusammen“, sagt Christiane Ram, Fachbereichsleiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung. Auch sie betont, dass der ständige Dialog zwischen Verwaltung, Handel und Marketing von zentraler Bedeutung für eine vitale Innenstadt ist.

        Eckdaten zur Untersuchung „Vitale Innenstädte 2016“

        Die bundesweit angelegte Untersuchung „Vitale Innenstädte 2016“ hat das IFH Köln gemeinsam mit den Kooperationspartnern Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd), dem Handelsverband Deutschland (HDE), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie lokalen Partnern durchgeführt. In 121 deutschen Städten aller Größen und Regionen wurden im September 2016 zeitgleich und mit standardisierten Fragebögen Passanten zu ihren Einkaufsgewohnheiten sowie zur Attraktivität der Innenstädte befragt. Insgesamt belief sich die Zahl der Interviews auf 60.000. In der Ortsgröße 200.000 bis 500.000 Einwohner nahmen neben Mannheim die Städte Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Erfurt, Magdeburg, Mainz und Wiesbaden teil.

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