Heidelberg – WERKstattSCHULE und Interkulturelles Zentrum auf Spurensuche: „TRACES“ – WEGE, MOTIVE UND ZIELE VON MIGRATION

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar (red/ak) – Seit mittlerweile vier Jahren bietet die Stadt Heidelberg mit dem Interkulturellen Zentrum (IZ) eine Plattform für die Begegnung und den Austausch von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Im Herbst dieses Jahres werden das IZ und die Ausländerbehörde in einem bundesweit einmaligen „International Welcome Center“ räumlich zusammengelegt. Vor dem Umzug verabschiedet sich die Einrichtung von seinen alten Räumlichkeiten auf dem Landfried-Komplex in Heidelberg Bergheim und verwandelt das Gelände noch einmal in einen Schauplatz interkultureller Kunst- und Kultur-Darbietungen.

          Herzstück dieser Inszenierungen und Ausstellungen sind die Ergebnisse des Workshop-Projektes „Traces“, das bereits in wenigen Wochen startet. „Traces“ ist ein gemeinsames Kunst- und Kulturprojekt von IZ und dem gemeinnützigen Heidelberger Verein WERKstattSCHULE über Spuren, die Menschen hinterlassen und vorfinden. Mit künstlerischen Mitteln werden in Workshops Wege, Motive und Ziele von Migration untersucht und aufgezeigt. „Traces“ beschäftigt sich mit der Schnittmenge zwischen der einheimischen Bevölkerung und neu zugewanderten Menschen. Sie alle haben – immer schon – Heidelberg verändert, Heidelberg sie. Migration prägt! Doch wie? Bei der Beantwortung dieser Frage geht „Traces“ einen anderen Weg als die politischen Debatten der Gegenwart: Der Einzelne zählt – und erzählt.

          Gemeinsam mit Künstlern aus der Region werden diese Geschichten schließlich bearbeitet. Doch zunächst begeben sich etwa 50 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren auf Spurensuche. Auf die Suche nach persönlichen Geschichten und den Spuren von Migranten, Asylbewerbern, Einwanderern, Zuwanderern oder Gastarbeitern. Dabei sollen weniger die autobiografischen Schicksale, sondern vielmehr die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen künstlerisch aufbereitet werden. Bei der Recherche nach den „Geschichtenerzählern“ werden die Projektverantwortlichen auch seitens des Asylarbeitskreises Heidelberg und der Jugendagentur Heidelberg unterstützt.

          Die Kooperation zwischen IZ und WERKstattSCHULE e.V. sieht Jagoda Marinic, Leiterin des IZ, als gelungene Verbindung: „Was uns eint ist der Glaube an Potenziale in Menschen und daran, dass es an uns ist, Gelegenheiten zu schaffen, damit junge Menschen diese Potenziale einbringen können“. Auch Hendrikje Lorenz, Geschäftsführerin der WERKstattSchule, freut sich auf den Beginn des Projektes und der Workshops Anfang Juni: „Die Spurensuche ist das eine. Viel spannender sind die Art und Weise, wie diese Geschichten erzählt werden sollen, die Begegnungen innerhalb des Projektes und der gemeinsame, kreative Prozess“. Spurensucher und Geschichtenerzähler werden innerhalb der jeweiligen Teams gemeinsam die geschilderten Erlebnisse aufarbeiten und erfahrbar machen.

          Die Workshops werden unterteilt in die Fachbereiche Bildhauerei, Malerei/Gravur, Mosaik, Theater, Film, Literatur, Fotografie und Musik. Angeleitet werden die Jugendlichen hierbei von kompetenten und erfahrenen Künstlern wie Marek Walczak, Christian Ochs, Monika Graf, Walter Barrientos, Jeanne Schindele, Horst Hamann und seiner Frau Marie Préaud, Rolf Stahlhofen und Nachwuchskünstlern der Mannheimer Popakademie (Studiengang Weltmusik) sowie Jacob Strack und David Grimaud, der das Projekt als künstlerischer Leiter betreut. Die derzeitige Planung sieht vor, die Ergebnisse von „Traces“ am 23. Juli an diversen Orten des Landfriedgeländes vorzustellen. Bespielt werden unter anderem der Innenhof, das Tabakmuseum, das TaeterTheater sowie das Parkplatzgelände.

          Das Projekt wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Christiane Brosius von der Universität Heidelberg (Centre of Transcultural Studies) begleitet. „Traces“ soll, so das erklärte Ziel aller Unterstützer und Partner, zur Aufklärung und zu gegenseitigem Verständnis beitragen. Die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen werden genutzt, um möglichst viele Menschen zu erreichen und anzusprechen. Aus wissenschaftlicher Sicht sollen die Werke in einen historischen Kontext eingebunden werden, der langfristig Zeugnis zum Thema „Migration im 21. Jahrhundert“ ablegt.

          „Traces“ fördere auch die Integration von Menschen, die aktuell nach Deutschland kämen, so Jagoda Marinic, Leiterin des Interkulturellen Zentrums. „Wer die Hintergründe kennt, warum jemand seine Heimat verlassen musste, wer die Spuren sieht, die Neuankömmlinge auf ihrem Weg und hier bei uns gesetzt haben, der sieht wieder mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Interkulturelle Begegnung ist das beste Mittel, Vorurteile abzubauen – auf beiden Seiten. “

          Ermöglicht werden Teile des Projekts durch das Förderprogramm „Jugend ins Zentrum“ sowie einer Spende der BASF SE.

           

           

          Über WERKstattSCHULE:

          WERKstattSCHULE e.V. verfolgt Ziele der praxisorientierten, kulturellen Bildung, der internationalen Jugendarbeit, der Jugendhilfe und der Jugendpflege. Der gemeinnützige Verein unterstützt Menschen, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen mit praxisorientierten Bildungsprojekten, kulturellen und interkulturellen Bildungsangeboten sowie der Förderung des sozialen Engagements. Dabei werden berufsfördernde Kompetenzen, z.B. handwerkliche Grundqualifikationen und soziale Fähigkeiten vermittelt. Ein Schwerpunkt ist die Förderung von Talenten und Fähigkeiten für die berufliche Orientierung. WERKstattSCHULE e.V. hat seit 1989 etliche erfolgreiche Projekte auf den Weg gebracht – teilweise gemeinsam mit anderen Institutionen. Der Verein ist anerkanntes IBA-Projekt (Internationalen Bauausstellung „Wissen/schafft/Stadt Heidelberg“) und baut in den kommenden Jahren im alten Bahnbetriebswerk Heidelberg ein Zentrum für praktische Bildung und Gemeinwesenarbeit auf. Weitere Infos unter www.werkstattschule-heidelberg.de.

           

          Über das „Interkulturelle Zentrum“ der Stadt Heidelberg:

          Das Interkulturelle Zentrum (IZ) ist eine Einrichtung der Stadt Heidelberg, in der sich Menschen aller Lebenswelten begegnen und austauschen können. Das IZ will die Vielfalt der Einwohner von Heidelberg repräsentieren und stärken. Das IZ fungiert auch als Ansprechpartner für kulturelle Organisationen, Vereine und Institutionen und stellt Interessierten, die sich interkulturell engagieren, ihr Netzwerk Büro- und Veranstaltungsräume zur Verfügung. Das IZ feiert 2016 sein vierjähriges Bestehen und zieht in diesem Sommer gemeinsam mit der Ausländerbehörde in das Kesselhaus auf dem Landfriedgelände in Bergheim. Gemeinsam vertreten die beiden städtischen Einrichtungen als „International Welcome Center“ die Willkommens- und Anerkennungskultur der Stadt Heidelberg. Diese Kooperation eines soziokulturellen Zentrums mit einer Ausländerbehörde ist bundesweit einmalig und erhält viel Beachtung. Im Rahmen der Heidelberger Internationalen Bau-Ausstellung 2022 soll das International Welcome Center auch baulich neu repräsentiert werden. Weitere Infos unter www.iz-heidelberg.de.

           

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