Mannheim – Als Freiwilliger in Tansania

        Mannheim / Metropolregion Rhein Neckar – Vier Wochen lang arbeitete Krischan Behrendt als Freiwilliger in Tansania. Heute berichtet der 23-Jährige aus Mannheim über seine Arbeit in einem Kinderprojekt in Arusha.Krischan Behrendt I

        Schulunterricht ohne Bücher, Übungshefte und kaum Papier? Krischan Behrendt hat die Erfahrung gemacht, dass das funktioniert. Der 23-jährige Student arbeitete vier Wochen lang als Freiwilliger an der Schule eines Kinderheims in Arusha, einer Großstadt im Nordosten Tansanias. Sein Wunschprojekt fand er im Internet über www.VoluNation.com. Durch die wenigen Materialien, die ihm zur Verfügung standen, musste er fast täglich improvisieren, was ihm aber nichts ausgemacht hat. „Ich fand das super, denn es wurde nie langweilig“, erzählt er.

        Englisch-, Mathe- und Sportunterricht

        Ein typischer Arbeitstag begann für den Mannheimer und die anderen vier Freiwilligen, die in dem Kinderheim zur gleichen Zeit arbeiteten, gegen 9.30 Uhr morgens. Trotz der Sommerferien fand an der Schule ein eingeschränkter Unterricht statt. Wie viele Schüler und Lehrer anwesend waren, konnte sich daher von Tag zu Tag ändern, da z. B. die meisten Lehrer ehrenamtlich arbeiteten und nebenbei kleinere Ladengeschäfte betreiben. Die Schule, die an das Kinderheim angeschlossen ist, steht auch Kindern aus der näheren Umgebung offen.

        Die wichtigsten Fächer, die Krischan Behrendt unterrichtete, waren Englisch und Mathe. Der Wissensstand der Kinder, die etwa zwischen fünf und zehn Jahre alt waren, war sehr unterschiedlich, erinnert er sich. Einige sprachen schon sehr gut Englisch, bei anderen war es nötig, dass Mitschüler die Aufgaben noch einmal auf Suaheli erklärten. Immer wieder malte er Tiere und Gegenstände an die Tafel, um englische Vokabeln zu üben.

        Die Zeit bis zum Mittagessen verbrachten die Freiwilligen mit den Kindern auf einer nahegelegenen Wiese. Zwischen 12 und 13 Uhr wurde gespielt, getobt oder Sport getrieben. Beim Fußball stand der Mannheimer meist im Tor – er war schließlich der größte Spieler auf dem Platz. „Am Anfang war ich etwas aufgeregt, weil ich keine Erfahrung hatte, was man mit kleinen Kindern spielt“, berichtet er. Jetzt weiß er: Sie zeigen einem schon, wie man mit ihnen umgehen soll. Ein unvergesslicher Moment war, als ein kleiner, vielleicht 6 Jahre alter Junge ihn nach dem Sport an der Hand nahm und sagte, dass er für ihn wie ein großer Bruder sei. An manchen Tagen wurde die Zeit vor dem Mittagessen auch dazu genutzt, kleinere Reparaturen am Gebäude oder den sanitären Einrichtungen durchzuführen.

        Die Ausgabe des Mittagessens gehörte zu den weiteren Aufgaben der Freiwilligen. In der Regel gab es für die Kinder Bohnen, die in einem großen Topf über offenem Feuer gekocht wurden. An manchen Tagen erhielten bis zu 100 Kinder hier ein warmes Essen. Danach wurde aufgeräumt, abgewaschen und der Arbeitstag näherte sich dem Ende.

        Die tansanische Küche fand Krischan Behrendt lecker. „Ich bin eigentlich kein Freund von Reis und Kartoffeln, aber so, wie sie zubereitet wurden, war es sehr lecker.“ Oft wurden dazu pikante Soßen, dezent gewürzt und nicht zu scharf, und viel Salat serviert. Nudelgerichte dagegen waren die Ausnahme.

        Ausflüge mit internationalen Freiwilligen

        Neben der Arbeit mit den Kindern zählte der Kontakt mit anderen, internationalen Freiwilligen zu den Höhepunkten der Tansania-Zeit. Aus Nordamerika, Argentinien, Italien, Dänemark und Belgien kamen die Kollegen, die auch im Kinderheim gearbeitet oder in der Gemeinschaftsunterkunft gewohnt haben. Gemeinsam unternahm man an den Wochenenden zahlreiche Ausflüge: vom Besuch eines Massai-Camps über eine Safari bis hin zur Insel Sansibar. Mit Ausnahme der seltenen Nashörner hat er fast alle Großtierarten gesehen. Etwas, was er beim nächsten Afrika-Besuch nicht vergessen wird, ist eine warme Jacke. Nachts wird es in der Wüste nämlich ziemlich kühl.

        Vor der nächsten Reise nach Afrika werden aber zunächst die in Tansania gemachten Bekanntschaften gepflegt. Vor kurzem hat er Freiwillige besucht, die aus Mailand stammen, und als nächstes ist ein Besuch in Kopenhagen fest geplant. Der Kontakt mit so vielen anderen Kulturen macht Krischan Behrendt sichtlich Spaß.

         

        Über VoluNation

        VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter  www.VoluNation.com  erhältlich.

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