Ludwigshafen – Hellas – was nun? der besondere Theaterabend von der Antike bis hin zur modernen Wirtschaftskrise in Griechenland

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Zu einem Themenabend über die Antike bis hin zur modernen Wirtschaftskrise in Griechenland lädt das Theater im Pfalzbau in Kooperation mit dem Internationalen Kulturverein Orpheus e.V. ein. Die Veranstaltung Hellas – was nun? verbindet die antike griechische Tragödie Ödipus auf Kolonos von Sophokles mit der aktuellen griechischen Finanzkrise. Nach dem Ödipus Tyrannos und der Antigone des Sophokles folgt nun Hansgünther Heymes Auseinandersetzung mit dem letzten Stück, welches der greise Sophokles im Jahre 405 vor unserer Zeitrechnung verfasste und welches erst nach seinem Tode im Jahr 401 uraufgeführt wurde. Ödipus findet auf dem nahe Athen gelegenen Hügel Kolonos seine letzte Ruhestätte. Der Heros Ödipus wird den Athenern zum Schutzgeist der Demokratie.
        Es gibt wohl keine höhere Katharsis als der Ödipus von Colonus, wo ein halbschuldiger Verbrecher, ein Mann, der durch dämonische Constitution, durch eine düstere Heftigkeit seines Daseins, gerade bei der Großheit seines Charakters, durch immerfort übereilte Thatausübung den ewig unerforschlichen, unbegreiflich folgerechten Gewalten in die Hände rennt, sich selbst und die Seinigen in das tiefste unherstellbarstes Elend stürzt und doch zuletzt noch aussöhnend ausgesöhnt und zum Verwandten der Götter, als segnender Schutzgeist eines Landes eines eignen Opferdienstes werth, erhoben wird.
        Johann Wolfgang von Goethe

          Als Brücke zwischen Altertum und Moderne dienen neben der Lesung musikalische Beiträge, eine Ausstellung von Fotos und Bildern sowie eine abschließende Podiumsdiskussion. Bereits im ersten Teil des Programms wird die Verbindung der antiken und modernen Krise durch einen einführenden Vortrag von Christine Faist, Musikwissenschaftlerin aus Heidelberg, verdeutlicht. Der Chor des Orpheus, unter der Leitung von Thomas Braun, umrahmt den Vortrag mit archaischen und modernen Gesängen.

          In einem zweiten Teil der Veranstaltung erklingen Werke aus Klassik, Romantik und Moderne. Das Melos Ensemble begleitet mit Vertonungen der Tragödie des Sophokles von Mendelssohn, Rossini und Sacchini die Lesung des Pfalzbau-Intendanten Hansgünther Heyme. Das Ensemble steht unter der Leitung von Pianistin Anna Panagopoulos. Ein Höhepunkt des Abends ist dabei die Uraufführung von Kompositionen des jungen Komponisten Panos Iliopoulos, die – so dessen Vorsitzender Joannis Chorosis – aufgrund eines Kompositionsauftrages des Internationalen Kulturvereins Orpheus e.V. entstanden. Iliopoulos‘ Musik untermalt die Lesungsabschnitte und führt den Zuhörer leitmotivisch durch die verschiedenen Teile der musikalisch-theatralischen Darbietung.

          Eine Podiumsdiskussion schließt die Veranstaltung ab. Neben Hansgünther Heyme nehmen folgende Personen teil: der Politikwissenschaftler Christos Mantzios, Ingenieur und Griechenlandkenner Gerhard Friedemann, die Malerin und Journalistin Maria Rigoutsou und Dr. Jan Schellenbach, Privatdozent für VWL an der Uni Heidelberg.

          Impressionen der Krise erhalten die Zuschauer durch Fotografien des Atheners Nikos Voutos und Gemälde der Kölnerin Maria Rigoutsou. Die Künstlerin wird bei der Eröffnung der Ausstellung „Ikonen der Krise“ zugegen sein und für ein Interview zur Verfügung stehen. Auch für das leibliche Wohl der Gäste wird gesorgt sein, selbstverständlich mit griechischen Spezialitäten. Hellas – was nun? findet am Samstag, 7.7.2012 um 18.00 Uhr im Gläsernen Foyer des Theaters im Pfalzbau statt.

          Eintritt frei!

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