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      Mannheim – Vorschau 1. Hockeybundesliga Herren: Topspiel, Positionsgerangel, Abstiegskampf

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Sechs-Punkte-Spiele im Tabellenkeller / Zweiter BHC reist zu Tabellenführer Köln – Während Vizemeister Uhlenhorst Mülheim eine hockeyliga-„Auszeit“ nimmt und dafür in der Euro Hockey League auf eigenem Platz die deutschen Farben vertritt, steht für alle anderen Teams erneut ein Doppelwochenende auf dem Plan. Dabei heißt es an diesem Wochenende unter anderem Abstiegskampf pur. An der Tabellenspitze tragen Köln und der BHC zudem ein echtes Topspiel aus. Der gute Tabellenplatz sagt für BHC-Trainer Friedel Stupp allerdings noch überhaupt nichts aus: „Wir hatten einen ordentlichen Saisonstart, eine erste Zwischenbilanz kann man allerdings erst am Ende der Hinrunde ziehen. Jetzt ist alles noch offen. Wir haben zwar
        Siege gegen Mannheim oder auch die Hamburger Teams, aber die konnten bislang nicht die Leistungen zeigen, die man erwarten konnte.“ Mit den Kölnern käme jetzt eine hervorragend besetzte Spitzenmannschaft und der Tabellenführer. Im vergangenen Jahr gab es nicht weniger als fünf direkte Duelle, die alle sehr eng waren. „Das ist auch diesmal zu erwarten“, so Stupp, der aber noch keine Ahnung hat, wer am Wochenende auflaufen wird. „Tom Braun und Till Scharp haben diese Woche nicht trainiert, Pilt Arnold und Martin Häner waren beim Club der Besten. Ich hoffe, dass alle einsetzbar sein werden.“ Unterschätzt wird der BHC bei Rot-Weiss Köln sicher nicht. „Das ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner, der sicher auch oben mitspielen will. Man kennt sich gut und weiß, was auf einen zukommt“, so RWK-Coach Stefan Kermas. Allerdings ist er auch von den Qualitäten seines Teams überzeugt. „Wir sind trotz der vielen Ausfälle, die wir auch an diesem Wochenende zu verzeichnen haben, Tabellenführer. Wir haben vielleicht nicht in jedem Spiel geglänzt, haben aber trotzdem unsere Punkte geholt. Das zeugt von einer gewissen Stabilität im Team, und das spricht für die Mannschaft. Darauf kann man stolz sein.“
        Ganz andere Ausgangspositionen haben die Teams im Tabellenkeller. Die letzten Vier treffen an diesem Wochenende aufeinander. Da kann man bereits von so genannten „Sechs- Punkte-Spielen“ sprechen, wenn der Düsseldorfer HC erst den UHC Hamburg und dann den Club an der Alster erwartet, und Schwarz-Weiß Neuss an der Jahnstraße die gleichen Gegner in umgekehrter Reihenfolge empfängt. Gerade für Tabellenschlusslicht Alster ein Richtung weisendes Wochenende. „Wenn wir jetzt nicht punkten, wird es kritisch. Wir dürfen uns keine weiteren Niederlagen erlauben“, mahnt Trainer Joachim Mahn. Er hofft, dass seine Mannschaft an die Leistung im Spiel gegen Krefeld anknüpfen kann, denn gegen den HTHC sei man desolat aufgetreten. Auch für den UHC Hamburg wird es darum gehen, gegen die direkten Konkurrenten Raum zu gewinnen, auch wenn die personelle Lage sich nicht deutlich verbessert hat und man noch immer mit einer jungen, arg Ersatz geschwächten Truppe antreten wird.Mit den bisherigen Leistungen sehr zufrieden ist Frankfurts Trainer Erik Koppenhöfer, der sogar der vergebenen Siegchance gegen Topfavorit Köln nachtrauert: „Wir haben gesehen, dass wir mit so einem Topteam mithalten können und waren phasenweise sogar stärker. Noch vor einigen Wochen hätten wir noch nicht geglaubt, da punkten zu können.“ Dieses gute Gefühl will man jetzt in die nächsten Partien mitnehmen und sich in Krefeld und beim Harvestehuder THC bewähren. „Ziel sind sechs Punkte“, gibt der Coach das optimistische Ziel vor. Er kann dabei personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben das Glück, anders als andere Teams bislang weitgehend von Verletzungspech verschont zu sein.“ Auch in Krefeld ist man gewarnt. Trainer Matthias Mahn: „Frankfurt hat seine Qualität bewiesen. Da kommt es vor allem auf die richtige Einstellung an. Natürlich wollen wir die Punkte an der Vreed behalten.“ Gegen Mannheim freut man sich auf das Wiedersehen mit Ex-CHTC-Spieler Matthias Witthaus. „Mannheim hat bisher noch nicht das ganze Leistungspotenzial abrufen können. Ich hoffe nur, dass nicht ausgerechnet am Sonntag in Krefeld der Knoten bei den Mannheimern platzt.“ Man stehe auf Platz fünf, aber man wisse auch, dass der Abstand nach unten nur sehr gering ist. Allerdings ist der Weg nach oben auch nicht weit. Von daher stehe man vor einem Richtung weisenden Doppelspieltag.

          Samstag, 08.10.2011
          Harvestehuder THC – Mannheimer HC 14:00
          Schwarz-Weiß Neuss – Club an der Alster 14:00
          Düsseldorfer HC – UHC Hamburg 14:30
          Crefelder HTC – SC Frankfurt 1880 15:00
          Rot-Weiss Köln – Berliner HC 17:00
          Sonntag, 09.10.2011
          Düsseldorfer HC – Club an der Alster 12:00
          Crefelder HTC – Mannheimer HC 12:00
          Rot-Weiss Köln – Blau-Weiss Berlin 14:00
          Schwarz-Weiß Neuss – UHC Hamburg 14:00
          Harvestehuder THC – SC Frankfurt 1880 16:00

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