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      Mannheim – Aus für den MHC – UHC Hamburg löst Ticket für Euro Hockey League

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      Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Spiel um den 3. EHL-Platz: UHC Hamburg – Mannheimer HC 4:0 (1:0) – Der UHC Hamburg spielt in der kommenden Saison wieder in der Euro Hockey League. Im Spiel um den letzten Startplatz in dem Prestige trächtigen europäischen Wettbewerb setzten sich die Hanseaten beim „Fest des deutschen Hockeys“ in Mannheim verdient, wenn auch etwas zu deutlich mit 4:0 (1:0) gegen den Mannheimer HC durch.

        „Das war eine enge Partie, auch wenn das Ergebnis das nicht widerspiegelt“, war sich auch UHC-Trainer Martin Schultze bewusst. „Wir waren aber immer am Drücker und nach dem 2:0 haben wir natürlich auch davon profitiert, dass der MHC den Torhüter raus genommen hat. Jetzt freuen wir uns, wieder in der EHL dabei zu sein. Das haben wir uns an diesem Wochenende auch verdient.“

        Auch UHC-Abwehrchef Patrick Breitenstein hatte einen verdienten Sieg seines UHC gesehen. „Wir haben unsere Chancen endlich einmal gut ausgenutzt. Das Saisonziel haben wir zwar verpasst, aber zumindest für das Minimalziel hat es mit der EHL-Qualifikation gereicht.“

        MHC-Coach Torsten Althoff: „Es ist ja keine Schande, gegen den UHC zu verlieren. Das ist eine Klassemannschaft und stand auch zu Recht in den letzten beiden Jahren im Finale. Wir waren vor dem 2:0 dran, haben dann aber mit der Auswechslung des Torhüters alles riskiert. Ob 2:0 oder 4:0 ist am Ende ja auch nebensächlich.“

        Die ersten Minuten gehörten eher den Gastgebern aus Mannheim, während der UHC zunächst tief stand und auf Konter lauerte. Die erste Chance hatten jedoch die Hamburger, als Philip Witte den Ball in Richtung Tor blockte, aber MHC-Keeper Tobias Walter auf dem Posten war (4.). Der UHC kam jetzt merklich besser in die Partie, war das gefährlichere Team. Mannheim hatte zwar mehr Ballbesitz, kam aber nicht in den gegnerischen Schusskreis. Viel spielte sich in dieser Phase im Mittelfeld ab, die Abwehrreihen beider Mannschaften ließen nicht viele Chancen zu. So war die beste Chance in der 21. Minute auch die erste Strafecke für den UHC. Spezialist Patrick Breitenstein trat an, Flachschlenzer, aber Keeper Walter holte den Ball glänzend aus der unteren linken Ecke. Das Tor beflügelte den UHC, der jetzt weiter Druck machte. Nach einem schnell ausgeführten Freischlag von Moritz Fürste nach Foul am Kreis von Michael Purps gab es erneut Strafecke für den UHC. Diesmal versuchte man es mit einem Ableger auf Fürste, dessen Schuss Keeper Walter zwar parierte, aber nur nach vorn abprallen lassen konnte. Die Kugel fiel direkt vor den Schläger von Patrick Breitenstein, der aus acht Metern mit einem satten Schlag in die linke untere Ecke zum mittlerweile verdienten 1:0-Pausenstand traf (32.).

        Der MHC begann die zweite Hälfte in Unterzahl, nachdem Kapitän Niklas Meinert kurz vor dem Halbzeitpfiff wegen zu ungestümen Einsteigens im Zweikampf die Gelbe Karte gesehen hatte. Und so war es auch wieder der UHC, der den Gegner in die Defensive zwang, das Spiel bestimmte und zahlreiche Kreisszenen verbuchte. Doch der letzte Pass landete zu oft in einem MHC-Schläger. Erst in der 47. Minute wurde es wieder richtig gefährlich, als Felix Oldhafer den MHC-Schlussmann mit einem Stecher prüfte, ihn aber nicht überwinden konnte. In der Folge fand der MHC wieder etwas besser in die Partie. Nach einer langen Ecke fand Niki Emmerling seinen Kapitän frei vor dem leeren UHC-Tor, doch Meinert verpasste das Zuspiel um Haaresbreite (51.). Jetzt war es eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Erst konterte der UHC über Nevado und Witte, der am langen Pfosten Florian Fuchs suchte, jedoch nicht fand (59.). Im Gegenzug schloss Matthias Witthaus mit der argentinischen Rückhand ab, verzog jedoch knapp. Die Vorentscheidung fiel in der 62. Minute: Fürste leitete den Konter ein und spielte die Kugel auf Carlos Nevado, der argentinisch zum 2:0 einnetzte. Der MHC nahm nun den Torhüter vom Feld und warf noch einmal alles nach vorn, doch schon in der nächsten Szene war es wieder ein UHC-Konter, den Marko Miltkau nur noch einschieben musste (63.). Mannheim versuchte in der Schlussphase, zumindest noch den Ehrentreffer zu erzielen, doch Moritz Fürste kontrollierte den Ball im Mittelfeld sicher. Gegen die immer noch ohne Torhüter agierenden MHCer gelang seinem Bruder Jonas sogar noch das 4:0 (68.). Eigentlich versuchte der UHC nur, den Ball in der Ecke zu halten, doch plötzlich war die Chance da und Fürste löste für seinen Klub damit endgültig das EHL-Ticket.

        Tore:
        1:0 Patrick Breitenstein (KE, 32.)
        ————————-
        2:0 Carlos Nevado (62.)
        3:0 Marko Miltkau (63.)
        4:0 Jonas Fürste (68.)

        Strafecken:
        UHC 2 (1 Tor) / MHC –

        Gelbe Karte:
        – / Niklas Meinert (35., Foulspiel)

        Zuschauer:
        1.300

        Schiedsrichter:
        Benjamin Göntgen / Mike Gerwig

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